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Neue Rhein Zeitung, 10.7.2007, von Rüdiger Hoff Wenn die "Kö-Tussi" lockt KIRMES. In den Partyzelten der Brauereien herrscht Hochkonjunktur. Die Wirte erhöhen die Bierpreise. OBERKASSEL/ALTSTADT. Dem "Schlüssel" gelang es, seine Räumlichkeiten um ein Drittel zu erweitern. "Jetzt stehen uns 300 statt 200 Quadratmeter als Gastraum zur Verfügung. Das bedeutet Platz für 500 Leute im Zelt", sagt Schlüsselchef Karl-Heinz Gatzweiler. Er hat investiert, um mit einem optisch aufgemöbelten Zelt auf Kundenfang zu gehen. Fassade als Blickfang Dafür verantwortlich zeichnet Karnevalskünstler Jacques Tilly. Er gestaltete eine 16 Meter lange und vier Meter hohe Fassade als Blickfang mit gemalten, satirisch angehauchten Düsseldorf-Motiven, von der Tonhalle über den Schloss- bis zum Rheinturm. Auf der Terrasse vor dem Zelt begrüßen vier lebensgroße "Schlüssel-Typen" die Gäste, darunter eine aufgestylte, arrogant drein-blickende Figur einer "Kö-Tussi". "Ich glaube, dass ein Schuss Düsseldorfer Selbstironie beim Publikum gut ankommt", so Gatzweiler. Die Kosten für den neuntägigen Zeltbetrieb beziffert er mit insgesamt 75 000 Euro, das sind 40 000 Euro mehr als im Vorjahr. Entsprechend hofft man darauf, den Hektoliterausstoß deutlich steigern zu können. Coverbands und Discjockeys "Die Tendenz ist in der Tat so: Von Jahr zu Jahr kommt immer mehr und immer jüngeres Publikum", betont Uerige-Baas Michael Schnitzler, der sein Party-Zelt auf dem Rummel mit 20 Mitarbeitern bewirtschaftet. Hier wie in den anderen Vergnügungsbetrieben gestaltet sich das Programm für die zumeist 18- bis 35-jährige Klientel ähnlich: Coverbands mit aktuellen wie älteren Hits und Discjockeys sorgen für Stimmung. Vorreiter hierfür war die Schlösser-Brauerei, die dieses Konzept schon seit vielen Jahren verfolgt. "Frankenheim" will derweil mit einem "Strand de Luxe" für Urlaubs-Atmosphäre sorgen. Peter König hat sogar 52 Mitarbeiter im Einsatz, um im Füchschen-Zelt "eine echte Club-Atmosphäre zu schaffen". Inklusive Lichttechnik, aller Mietkosten und Künstlergagen "investiere ich hier rund 100 000 Euro. Deshalb kalkuliere ich nicht mit einem Plus, sondern sehe den Image-Gewinn für unser Haus im Vordergrund", beteuert König, der sich für die Rummelzeit als Schausteller sieht und bis zum 22. Juli im Campingmobil auf den Rheinwiesen in Oberkassel wohnt. Bildtext: |

